100 Jahre Österreichische Beton- und Bautechnik

Zu den Festschriften - Band I & II

Gemeinsam mit 400 Festgästen feierte am 4. Oktober 2007 die Österreichische Vereinigung für Beton- und Bautechnik im Festsaal des Wiener Rathauses Ihr 100-jähriges Bestehen.

Im Jahre 1907 wurde der Österreichische Betonverein (ÖBV) mit der Zielsetzung gegründet, die Grundlagen der Betonbauweise durch angewandte Forschung abzusichern und die Anwendung durch technische Beratung zu fördern. Heute befasst sich die Österreichische Vereinigung für Beton- und Bautechnik (ÖVBB), bestehend aus 140 Mitgliedsfirmen (dies sind die gesamte Bauindustrie, die maßgebende Bauherrenschaft, wie Landesregierungen, ASFINAG, ÖBB, Wiener Linien und E-Wirtschaftsunternehmungen, Ingenieurbüros,  Universitäten und Fachhochschulen, namhafte Produkthersteller) mit allen Teilgebieten der Bautechnik, sowohl im Neubau als auch in der Instandsetzung, begonnen mit Tunnelbau, über Straßen- und Ingenieurbau, bis hin zum Hochbau.

Stadtrat Rudi Schicker freute sich als Hausherr die ca.400 Festgäste zum 100-jährigen Jubiläum begrüßen zu können und verweist auf die bereits langjährige Treue der ÖVBB, die Betontage in Wien abzuhalten und damit verbunden, den Betontag mit vielen Teilnehmern aus Tschechien, Slowakei, Ungarn und Kroatien zu dem Baukongress Zentraleuropas werden zu lassen.

Bundesminister Werner Faymann ging auf den großen volkswirtschaftlichen Anteil der Österreichischen Bauwirtschaft mit einem Anteil am Bruttoinlandsprodukt von 7% und auf die große Bedeutung des Baustoffs Beton ein. In Vertretung des Bundesministers Dr. Martin Bartensteins betonte Sektionschef Mag. Herbert Preglau die Notwendigkeit des Zusammenarbeitens zwischen den Unternehmungen der Bauherren, Ausführenden und Zuliefern, der Universitäten und der Ingenieurbüros.

Generaldirektor der ÖBB, Martin Huber, verwies auf die groß angelegte Offensive für  Schiene- und Autobahninvestitionen und damit verbunden auf die Notwendigkeit der Qualitätsstandards für
Infrastrukturneubauobjekten sowohl für die Straße als auch für die Schiene zu sichern.

Bei der Podiumsdiskussion kamen sowohl die Vertreter der Bauherrn,  GF Alois Schedl (ASFINAG) und OSR. Franz Deix (Baudirektion Wien), der Vertreter der  Bauindustrie, DI Werner Welzig, als auch der Universitäten, Univ.Prof. Hans Georg Jodl und der Zementindustrie, DI Felix Friembichler zu einem gemeinsamen Beschluss: Nur „gemeinsam“ kann das  Erarbeiten von praktikablen Lösungen für Ausschreibungen, Planungen und Ausführungen erfolgen, so wie es mit der ÖVBB als Plattform möglich ist, um dies auch von allen akzeptieren zu können.

Wie es für solch ein Jubiläum gehört, gibt es dazu zwei Festbände. Durch die Buchpräsentation führten Dr. Ernst Roubin, der über das 100-jährige Wirken der Vereinigung sprach und Em.O.Univ.Prof Alfred Pauser, als Chefredakteur der beiden Festbände, der einen Streifzug durch die hundert Jahre Beton- und Bautechnik durchführte.

Bevor es zum geselligen Teil der Veranstaltung ging, wurden Urkunden für außerordentliche Verdienste um die Vereinigung für Beton- und Bautechnik an die Träger der goldenen Ehrenmünze Em.O.Univ.Prof Alfred Pauser, Dr.Helmut Huber, Dr.Ernst Roubin und DI Werner Welzig  überreicht.

Den festlichen Abschluß der Ehrungen bildete die Überreichung des Titels „Baurat honoris causa“ durch Sektionschef Herbert Preglau an Werner Welzig für sein großes ehrenamtliches persönliches Engagement in allen maßgebenden bautechnischen Vereinigungen Österreichs neben seiner erfolgreichen Berufslaufbahn bei der PORR.




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